Egal, ob du neu im Cannabisanbau ist oder deine Erträge steigern willst – die folgenden Tipps verhelfen dir mit Sicherheit zu einer noch erfolgreicheren Ernte.

Von der Auswahl der richtigen Samen über die Optimierung deiner Ausrüstung bis hin zu den perfekten Trocknungs- und Aushärtungstechniken haben wir 15 der wichtigsten Dos und Don'ts für die Pflege deiner Pflanzen zusammengestellt.

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1. Halte es einfach und überstürze nichts

Du baust zum ersten Mal Cannabis an? Es ist absolut okay, mit einer minimalistischen Ausstattung zu beginnen. Glaub mir, ein ausgeklügeltes Setup wird dich als Anfänger nur stressen und führt häufig sogar zu Fehlern.

Unser Vorschlag: Beginne mit 2 bis 4 Pflanzen in einem gut zu kontrollierenden Raum, beispielsweise einem ungenutzten Schrank oder einem kleinen Zelt. Auf diese Weise kannst du dich ganz auf die Bedürfnisse jeder einzelnen Pflanze konzentrieren.

Wichtig: Sowohl Indoor- als auch Outdoor-Cannabispflanzen brauchen Zeit, um zu reifen. Überstürze also nichts, indem du Abkürzungen nimmst. Wenn du sie in Ruhe wachsen und blühen lässt, werden dich deine Pflanzen mit viel besseren Erträgen und einer höheren Potenz belohnen.

Am Anfang solltest du es daher ruhig angehen. Wenn du erst einmal eine Expertise für die Bedürfnisse von Cannabispflanzen aufgebaut hast, kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. 

2. Wähle die Sorte sorgfältig aus

Jede Cannabis-Sorte enthält mehrere Gene, die ihr beim Anbau einen Vorteil verschaffen. Einige eignen sich besser für den Anbau im Freien, andere sind widerstandsfähig gegen hohe und niedrige Temperaturen. Alle Samen gehören einer der folgenden Kategorien an: Autoflower, Photoperiodische und Reguläre Samen.

Sogenannte Autoflowering Cannabissamen gedeihen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich und sind die einfachste Option für Anfänger.

Photoperiodische Feminisierte Cannabissamen eignen sich eher für den Anbau auf mittlerem Erfahrungsniveau. In der Regel produzieren sie keine männlichen Pflanzen, aber du musst den Lichtzyklus steuern, um die Blütephase einzuleiten.

Reguläre (nicht feminisierte) Samen eignen sich vor allem für erfahrenere Grower. Diese müssen das Geschlecht der Pflanzen im Auge behalten und männliche Pflanzen entfernen, um eine Bestäubung zu vermeiden.

3. Halte die Anbauumgebung sauber

Wer Marihuana im Innenbereich anbaut, sollte den jeweiligen Bereich sauber halten. Pilze, Schimmel und Bakterien können den wachsenden Pflanzen schaden. In der Sämlingsphase ist Cannabis am anfälligsten für Schädlinge. Glücklicherweise hast du in Innenräumen mehr Kontrolle über die Bedingungen.

Du verwendest ein Zuchtzelt? Dann kannst du es einfach mit antibakteriellen Tüchern abwischen. Treten Krankheitserreger auf, solltest du den Raum allerdings vollständig desinfizieren. 

Beim Anbau im Freien haben Grower weniger Kontrolle über die Umweltbedingungen. Auch hier stellen Schädlinge und Krankheitserreger ein Problem für die Pflanzen dar. Eine Möglichkeit, um diesen beizukommen, sind biologische Insektizide, die für Marihuana unbedenklich sind.

4. Sorge immer für Luftzirkulation und Belüftung

Ein stetiger Luftstrom ist für den Cannabisanbau in jeder Umgebung unerlässlich. Eine leichte Brise, die durch die Blätter streicht, kann dazu beitragen, dass die Pflanze stark bleibt. Darüber hinaus hält frische Luft Schädlinge und Schimmel fern, die eher in heißen und feuchten Gebieten vorkommen.

Im Freien sollten die Pflanzen an einem Ort stehen, an dem sie Wind ausgesetzt sind. Doch Achtung: Zu starke Winde können die Blätter und Zweige beschädigen. Im Innenbereich dagegen solltest du für einen Luftstrom sorgen, um die Bedingungen im Freien nachzuahmen.

Gute Abluftsysteme verwenden Ventilatoren, um die Luft in Bewegung zu halten. Ein solches System kann entweder kontinuierlich oder alle paar Minuten eingeschaltet werden, je nach Größe des Anbauraums.

5. Die Größe von Behältern und Töpfen ist wichtig

Die meisten Grower bevorzugen beim Anbau von Marihuana Stoff-, Smart- und Air-Pots. Auch Pflanzen, die im Freien stehen, können in Töpfen angebaut werden, da man sie so gut verschieben kann. 

Die Entscheidung für die Art der Behälter sollte man davon abhängig machen, wo man das Cannabis anbauen will. Auch die Größe spielt eine Rolle, denn häufig führen größere Töpfe zu größeren Erträgen. Schließlich haben die Wurzeln dann mehr Platz, um sich auszubreiten. Ideal sind 10 bis 15 Liter, es gibt aber auch Grower, die Behälter von bis zu 25 Liter verwenden. Wenn du nur wenig Platz hast, solltest du bedenken, dass große Behälter mehr Platz beanspruchen.

Menschen mit begrenztem Anbauraum verwenden daher oft kleinere Töpfe. Pflanzen in kleineren Pots werden zwar nicht so groß, dafür hat man Platz für mehr Pflanzen.

6. Verwende Qualitätserde oder Hydrokultur

Verwende auf keinen Fall Erde, die irgendwo herumliegt. Stattdessen solltest du ein Anbausubstrat wählen, das die notwendigen Mineralien für eine gesunde Marihuana-Pflanze enthält. Gerade in der Sämlingsphase ist nährstoffreiche Erde unerlässlich. Darüber hinaus sollte die Erde noch einige andere Eigenschaften mitbringen.

Wichtig ist beispielsweise, dass die Textur leicht und locker ist. Lockerer Boden sorgt dafür, dass die wachsende Cannabispflanze genügend Sauerstoff erhält. Zudem ermöglicht die Textur auch eine bessere Entwässerung.

Hast du schon mal was von Hydroponik gehört? Hierbei handelt es sich um eine Anbaumethode, die ohne Erde auskommt und stattdessen auf Wasser als Hauptmedium setzt. Cannabis, das mit Hydroponik produziert wird, wächst oft schneller und erzielt höhere Erträge, da die Nährstoffe für die Pflanzen leichter verfügbar sind.

7. Gib deinen Pflanzen ausreichend Platz

Ein weiterer hilfreicher Tipp ist es, zwischen den Pflanzen ausreichend Abstand zu lassen. Die Zweige strecken sich nach außen, wenn das Marihuana größer wird, und reiben aneinander. Wenn die Pflanzen zu dicht stehen, ballen sie sich, wodurch die Luftfeuchtigkeit um die Pflanzen herum ansteigt. So kann die Luft nicht effektiv durch die Blätter zirkulieren und das Risiko von Schimmelbildung steigt. Ein weiterer Grund, warum ein entsprechender Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen wichtig ist, ist der Wettbewerb. Mit ausreichend Platz müssen die Pflanzen nicht um das Licht konkurrieren.

Jede Pflanze sollte genug Platz haben, um ihr volles Potenzial entfalten zu können. Du kannst den optimalen Abstand anhand der Anzahl der Pflanzen und der Sorten bestimmen. Der durchschnittliche Abstand sollte circa 15 cm betragen.

8. Stütze die Äste deiner Pflanzen

Wenn dein Anbau auf große Blütenstände abzielt, ist es wichtig, die Pflanzen zu stützen. So vermeidest du, dass die Äste unter der Last brechen. Es besteht sogar die Gefahr, dass der Hauptstamm unter dem Gewicht der Blüten einknickt. Zum Glück stehen Züchtern spezielle Hilfsmittel zur Verfügung, um ihre Pflanzen abzustützen.

Beispielsweise halten Schnüre und Pfähle die Pflanzen aufrecht, sichern die Blütenstände und entlasten die gesamte Pflanze. Andere Züchter verwenden Seile, Netze oder Spaliere, von denen sich letztere vor allem für Outdoor-Gärten eignen. Auch Drahtkäfige für Tomaten sind eine Möglichkeit, um die Pflanzen bestmöglich abzustützen.

9. Überwache und halte pH-Wert, Temperatur und Luftfeuchtigkeit konstant

Wie bereits beschrieben, erhöhen eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen das Risiko von Schimmel und Bakterien. Gleichzeitig darf die Luftfeuchtigkeit auch nicht zu niedrig sein, da dabei Wasser verloren geht, das die Pflanzen nicht ersetzen kann. Zu niedrige Temperaturen könnten das Pflanzenwachstum verlangsamen oder die Pflanze abtöten. Auch extreme Hitze kann Cannabis schaden.

Im Keimlingsstadium sollte die Temperatur zwischen 20 und 25 °C liegen und die Luftfeuchtigkeit sollte 65 bis 70 % betragen. Während der Wachstumsphase kann die Temperatur auf bis zu 30 °C steigen und die Luftfeuchtigkeit auf bis zu 40 % sinken. In der Blütephase sollte die Temperatur dagegen bei 20 bis 25 °C und die Luftfeuchtigkeit bei 40 bis 50 % liegen.

Grower müssen außerdem den pH-Wert des Nährmediums überwachen und sich bewusst sein, dass Cannabis eine leicht saure Umgebung bevorzugt. Im Allgemeinen sollte der pH-Wert des Bodens zwischen 6,0 und 7,0 liegen, bei Hydrokulturen ist ein Wert zwischen 5,5 und 6,5 angesagt. Du kannst also mit einem pH-Wert von 6,5 beginnen und dich in der vegetativen und der Blütephase dem Wert 6,0 annähern.

10. Verwende Nährstoffe, aber nicht zu viele

Unkrautpflanzen benötigen verschiedene Nährstoffe für unterschiedliche Zwecke. Einige davon fördern die Bildung von Chlorophyll, andere spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung gesunder Blüten. Die benötigten Makronährstoffe sind Stickstoff, Phosphor und Kalium, zu den ebenso wichtigen Mikronährstoffen gehören Kalzium, Magnesium, Kupfer und Eisen.

Jede Wachstumsphase erfordert unterschiedliche Mengen der genannten Mineralien. Im Keimlingsstadium sollte beispielsweise das Wachstumsmedium ausreichend Nährstoffe bekommen, die Pflanzen dagegen benötigen in dieser Zeit keine zusätzlichen Nährstoffe.

Ein Mangel an Nährstoffen könnte zu einem verkümmerten Pflanzenwachstum führen. Allerdings sollte man die Pflanze auch nicht mit Nährstoffen „überfüttern“. Zu viele Nährstoffe führen zu einer sogenannten Nährstoffverbrennung. Dann gelingt es den Pflanzen nicht mehr, Wasser und Mineralien innerhalb der Pflanzen zu transportieren, was sich häufig durch braune Blattspitzen äußert. Um die Nährstoffverbrennung aufzuhalten, kannst du die Menge der aufgenommenen Nährstoffe einfach wieder reduzieren.

11. Setze deine Pflanzen keinem Schock oder Stress aus

Wie Menschen können auch Pflanzen schlecht auf Stress reagieren. Ein zu hohes Maß an Stress führt zu einem Schock, der unterschiedliche Auswirkungen haben kann. Das Cannabis kann dann anfällig für Schädlinge und Krankheitserreger werden, was sich negativ auf die Erntemenge auswirkt. Eine weitere Folge kann sein, dass die Pflanzen das einfallende Licht nur schwer absorbieren können. Dies sieht man daran, dass die Stängel herabhängen oder sogar vollständig verwelken. Stress und Schock können sogar zum Absterben von Cannabispflanzen führen. 

Stress wird durch Temperatur-, Boden- und andere Veränderungen ausgelöst. Beim Umpflanzen von Cannabis besteht die Gefahr eines Schocks. Das Umpflanzen sollte daher zum richtigen Zeitpunkt erfolgen, um die negativen Auswirkungen so klein wie möglich zu halten. Vorbeugende Maßnahmen gegen Stress sind zudem das Aufrechterhalten der idealen Temperatur in der jeweiligen Wachstumsphase und ein Vermeiden von Unterbrechungen des Lichtzyklus.

12. Verwende hochwertiges Wasser und gieße nicht zu viel

Damit Cannabis gesund bleibt, muss das Gießwasser gefiltert oder pH-neutral sein. Es ist wichtig, hochwertiges Wasser zu verwenden, da Wasser je nach Herkunft unterschiedliche Mineralien und Bakterien enthält, die sich unter Umständen negativ auf den Pflanzenanbau auswirken. Wenn der pH-Wert des Wassers über 7 steigt, kann der Boden außerdem alkalisch werden. Alkalischer Boden bedeutet, dass die in ihm wachsenden Pflanzen Nährstoffe schlechter aufnehmen können.

Ein weiteres häufiges Problem ist die Überwässerung. Braune Blattränder und hängende Blätter sind Anzeichen dafür, dass die Pflanze zu viel Wasser hat. Zu häufiges Gießen reduziert die Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln. Zwischen den Bewässerungspausen muss genügend Zeit liegen und man sollte nicht zu schnell gießen.

13. Kontrollierten Trockenstress erzeugen

Neben Überwässerung kann auch Trockenheit zum Problem werden. Eine starke Dürre verursacht Stress, der zu geringeren Erträgen oder zum Absterben führt. Einige Grower verwenden „kontrollierten Trockenstress“, um bei den Pflanzen die Produktion von Sekundärmetaboliten auszulösen. Auf diese Weise lässt sich der Cannabinoid- und Terpengehalt in den Pflanzen erhöhen.

Kontrollierter Trockenstress muss sorgfältig durchgeführt werden, da er nicht ganz einfach zu bewerkstelligen ist. Die Methode ist also vor allem etwas für erfahrene Grower und sollte nur in der Blütephase erfolgen. Wichtig ist es, die Methode langsam durchzuführen und genau auf ein mögliches Verwelken der Pflanzen zu achten.

14. Spülen vor der Ernte

Eine weitere Technik, die sich als vorteilhaft erweist, ist das Spülen der Wurzeln. Durch diesen Vorgang werden überschüssige Nährstoffe aus den Wurzeln gespült, sodass das Gras besser schmeckt. Reinigt man das Wurzelsystem nicht, kann es beim Rauchen zu Halsschmerzen und Juckreiz kommen.

Der beste Zeitpunkt für eine solche Spülung ist vor der Ernte, aber der exakte Zeitpunkt hängt von der Art des verwendeten Bodens ab. Das Vorgehen ist relativ einfach: Der Boden wird lediglich mit Wasser gefüllt, bis er nichts mehr aufnehmen kann. Wenn du einen Behälter verwendest, sollte das Wasser aus dem Loch am Boden abfließen können. Sobald das Wasser klar wird, ist das Spülen abgeschlossen.

15. Richtig ernten, trocknen und aushärten

Wenn es schließlich an der Zeit ist, deine Cannabispflanzen zu ernten, sollte dies zum richtigen Zeitpunkt geschehen. Denn: Eine zu frühe Ernte kann zu einem geringeren Ertrag mit nicht potenten Blüten führen. Wartest du dagegen zu lange, verpasst du möglicherweise den Zeitpunkt, an dem das THC seinen Höhepunkt erreicht. In diesem Fall macht dich das Endprodukt schläfrig, ohne dass es positive Wirkungen zeigt. 

Ob die Pflanze reif ist, erkennst du daran, dass 50 bis 70 % der Blütenstempel braun und trocken sind. Unter dem Mikroskop erscheinen die Trichome dann milchig weiß bis gelb. Der nächste wichtige Schritt nach der Ernte ist das Trocknen und Aushärten.

Durch das Trocknen wird Cannabis essbar und verhindert, dass es im Hals kratzt. Natürlich wächst beim Aushärten der Ernte kein Schimmel. Stattdessen maximiert man durch das Aushärten die Qualität deines Weeds. Dieses Vorgehen bewahrt die Terpene und verbessert den Gesamtgeschmack.

Verwende diese Tipps für den Cannabisanbau und deine nächste Ernte!

Deinem Ziel, ein Meister im Cannabisanbau zu werden, bist du jetzt schon einen Schritt näher gekommen. Viele Ratschläge führen zum Ziel, aber mit etwas Übung wirst du den Dreh schon herausbekommen. Weitere Hinweise und wertvolle Tipps für den Anbau von Cannabis im Innen- und Außenbereich erhältst du auf unserer Homepage.

Du bist an hochwertigen Sorten interessiert? Dann kontaktiere uns, um zu erfahren, welche die richtige für deine Bedürfnisse ist.