Manche Grows laufen nach Plan. Dieser hier definitiv nicht.
Gdogfunks Sour Diesel blieb deutlich länger in der Wachstumsphase als ursprünglich geplant, vor allem weil im Growroom nicht genug Platz verfügbar war, als die Pflanze ihn gebraucht hätte. Umtopfaktionen verzögerten sich, das Beleuchtungssetup machte Probleme und die Pflanze musste in der Vegi bleiben, während der Rest des Growrooms erst einmal aufholen musste.
Das Interessante daran war, wie gut Sour Diesel trotzdem weitermachte. Sie blieb gesund, steckte wiederholtes Training problemlos weg und füllte immer mehr Fläche aus, bis endlich genug Platz vorhanden war, um sie in ihren finalen Topf zu setzen und auf die Blüte vorzubereiten.
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Grow Setup
| Parameter Details | |
|---|---|
| Strain | Sour Diesel Samen von WeedSeedsExpress |
| Anzahl der Pflanzen | 1 |
| Umgebung | Indoor |
| Medium | Wiederverwendete Roots Organic Erde mit Perlite und Zusätzen |
| Beleuchtung | Anfangs 48W Leuchtstofflampe, Platinum P4-XML2 LED in der Vegi, ViparSpectra KS3000 300W in der Blüte |
| Vegi-Zeit | ~20 Wochen |
| Blütezeit | ~8 Wochen |
| Gesamtdauer | 191 Tage |
| Topfgröße | Finaler Topf: 7 gal / 26,5 L |
| Nährstoffe | Emerald Harvest Sortiment, URB Natural, Mammoth P, Terpinator, Bloombastic |
| Training | Topping, LST, ScrOG |
Das finale Indoor-Setup bestand aus einem ViparSpectra 3 x 3 Zelt, einer AC Infinity Cloudline Pro S6 Abluft und einem 6-Zoll-Aktivkohlefilter.
Grow Diary
Wochen 1 & 2 - Ein etwas zu langer Start
Der Samen keimte sauber mit der Papiertuchmethode und kam anschließend unter eine 48W Leuchtstofflampe in die Erde, mit einer Heizmatte unter dem Sämling.
Sour Diesel begann früh stark in die Höhe zu gehen. Bereits Ende der ersten Woche kommentierte der Grower, wie viel Länge sie zugelegt hatte.
In Woche zwei wurde ein Teil der Ursache klar. Die Zeitschaltuhr war versehentlich mehrere Tage auf 24/0 gelaufen, statt auf dem geplanten 18/6-Rhythmus. Der Lichtzyklus wurde korrigiert und die Pflanze wuchs weiter, ohne dass größere Probleme gemeldet wurden.
Die Temperaturen lagen in dieser frühen Phase bei rund 24°C, außerdem kam RapidStart zum Einsatz.


Wochen 3 & 4 - Erstes Topping, aber kein Platz zum Umtopfen
Bis zur dritten Woche hatte die Pflanze eine gemessene Höhe von 12,7 cm erreicht und wuchs kräftig genug für das erste Topping.
Das größere Problem war der Platz.
Das Vegi-Zelt war voll, während andere Pflanzen in den Blütezelten noch fertig werden mussten. Dadurch musste das geplante Umtopfen in einen 1-Gallonen-Topf warten.
Die Pflanze blieb gesund, während der Grower versuchte, mit dem Platzmangel klarzukommen.


Wochen 5 & 6 - Endlich ein größerer Topf
Eine weitere Woche verging, bevor Sour Diesel endlich mehr Platz für ihre Wurzeln bekam.
In Woche sechs wurde sie in einen 1-Gallonen-Stofftopf mit wiederverwendeter Roots Organic Erde und Perlite umgetopft. Der Grower ergänzte die Erde mit Wurmhumus, Alfalfa-Mehl, Gips, Blutmehl und Kelp-Mehl.
Der Grund dafür war simpel: Bei vorherigen Grows war frühzeitig Vergilbung aufgetreten, die der Grower mit ausgelaugter Erde in Verbindung brachte.
Beim Umtopfen kamen außerdem URB und MFP zum Einsatz.


Wochen 7 & 8 - Das Training beginnt richtig
Nach dem Umtopfen wurde das Training intensiver.
In Woche sieben kamen LST und eine zweite Runde Topping dazu. Die Pflanze wuchs danach weiterhin gut weiter.
In Woche acht stand Sour Diesel unter LED-Beleuchtung und der Grower stellte fest, dass sie damit offenbar sehr gut zurechtkam.
Das Wachstum blieb kräftig, aber der nächste Schritt war längst klar. Sie brauchte den 7-Gallonen-Topf.
Dieses Umtopfen sollte allerdings länger dauern als geplant.


Wochen 9 & 10 - Die Fütterung wird stärker
Sour Diesel füllte weiter Fläche aus, während das finale Umtopfen auf der To-do-Liste blieb.
Bis Woche zehn wurde die Nährstoffversorgung intensiver, mit Cali Pro Grow A, Cali Pro Grow B und Emerald Goddess.
Die Pflanze blieb gesund und legte weiter vegetatives Wachstum zu, doch der 1-Gallonen-Topf wurde zunehmend zum begrenzenden Faktor.


Wochen 11 & 12 - Die Vegi explodiert
Woche elf verlief unkompliziert, mit regelmäßiger Bewässerung und Fütterung.
Dann kam Woche zwölf.
Der Grower beschrieb das Wachstum als regelrechte Vegi-Explosion.
Zu diesem Zeitpunkt wurde das Umtopfen in den 7-Gallonen-Topf immer wichtiger. Sour Diesel wuchs weiterhin kräftig, doch der finale Topfwechsel war längst überfällig.


Wochen 13 & 14 - Der Geruch kommt früh
Bis Woche dreizehn entwickelte Sour Diesel bereits ein deutliches Aroma, obwohl sie noch tief in der Wachstumsphase steckte.
Der Grower bemerkte, dass bereits das Reiben an den Blättern ausreichte, um einen starken Geruch an den Fingern zu hinterlassen.
Woche vierzehn brachte eine weitere Verzögerung. Familiäre Verpflichtungen verschoben Erntearbeiten und Umtopfen erneut, wodurch Sour Diesel länger als geplant im kleineren Setup bleiben musste.
Sie wuchs in der Zwischenzeit einfach weiter.


Wochen 15 & 16 - Noch mehr Warten und ein Beleuchtungsproblem
Für Woche fünfzehn gab es kein Update.
Bis Woche sechzehn tauchte ein weiteres Problem auf. Der Treiber, der den weißen Teil der LED steuerte, war ausgefallen. Der Grower musste deshalb mit reduzierter Beleuchtung arbeiten, bis ein Ersatztreiber organisiert werden konnte.
Trotz dieses Rückschlags blieb die Pflanze in der Vegi und wuchs weiter.


Wochen 17 & 18 - Endlich im 7-Gallonen-Topf
In Woche siebzehn war es endlich so weit: Sour Diesel zog in den 7-Gallonen-Topf um.
Ein ScrOG-Netz kam dazu, und das LST wurde fortgesetzt, während die Pflanze über die verfügbare Fläche verteilt wurde.
In Woche achtzehn berichtete der Grower, dass Sour Diesel gut auf das Umtopfen reagierte.
Der Wechsel in die Blüte wurde weiterhin hinausgezögert, weil das Blätterdach noch nicht so stark ausgefüllt war, wie der Grower es sich wünschte.
Die vegetative Phase war inzwischen wirklich lang geworden.


Wochen 19 & 20 - Ein letzter Schub
In Woche neunzehn war Sour Diesel immer noch satt und gesund grün.
An den Spitzen einiger Fächerblätter zeigte sich ein leichter Hinweis auf Überdüngung, doch ein ernsthaftes Nährstoffproblem wurde nicht gemeldet.
Der Grower entschied sich für eine letzte Woche Vegi.
Am Ende von Woche zwanzig fiel dann die Entscheidung, in die Blüte zu wechseln.


Wochen 21 & 22 - Der Flip
Der Lichtzyklus wurde auf 12/12 umgestellt und Sour Diesel ging endlich in die Blüte.
In der ersten Woche gab es einen kleinen Fehler bei der Fütterung. Der Grower verwendete versehentlich bereits die Nährstoffmischung für die erste Blütewoche, weil dieses Zelt zeitlich hinter einem anderen Grow lag.
Größere Probleme folgten daraus nicht.
Am Ende der zweiten Blütewoche sah die Pflanze weiterhin sattgrün und gesund aus, ohne die frühe Vergilbung, die der Grower bei vorherigen Runs gesehen hatte.
Die aufbereitete, wiederverwendete Erde schien sich gut zu schlagen.


Wochen 23 & 24 - Die Buds beginnen sich aufzubauen
In der dritten Blütewoche begann die sichtbare Bud-Entwicklung.
Die Pflanze blieb grün, die Blüten entwickelten sich gut, und der Grower verwies erneut auf die Bodenzusätze als möglichen Grund dafür, dass die frühe Vergilbung ausblieb.
Bis zur vierten Blütewoche war das Blätterdach ziemlich dicht geworden.
Der Grower merkte an, dass etwas mehr Defoliation zu einem früheren Zeitpunkt sinnvoll gewesen wäre. Die Blütenentwicklung lief trotzdem ohne größere Probleme weiter.


Wochen 25 & 26 - Die Reifung nimmt Fahrt auf
Die Buds entwickelten sich in der fünften und sechsten Blütewoche weiter.
Der Grower stellte fest, dass die Pflanze gut aussah und gut roch, während die Reifung voranschritt.
Mammoth P, Terpinator und Bloombastic tauchten in dieser späteren Blütephase im Düngeplan auf.
Am Ende dieses Abschnitts rückte die Ernte langsam in greifbare Nähe.


Wochen 27 & 28 - Der finale Fade
In der siebten Blütewoche begann Sour Diesel deutlich auszufaden.
Die Blätter wechselten die Farbe und wurden an den Rändern zunehmend rau, wodurch die Pflanze den typischen Spätsaison-Look bekam, den der Grower mit einer Outdoor-Pflanze kurz vor dem Ende verglich.
Die Düngung wurde eingestellt und die Pflanze bekam ab diesem Punkt nur noch Wasser.
In Woche achtundzwanzig war die Ernte gekommen.
Die Pflanze wurde gefällt und für etwas weniger als eine Woche zum Trocknen aufgehängt.


Detaillierte Beobachtungen & Reflexionen des Growers
Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Grow war, wie gut Sour Diesel mit einem unregelmäßigen Ablauf zurechtkam. Verzögerte Umtopfaktionen, ein versehentlicher 24/0-Lichtzyklus, ein defekter LED-Treiber, Topping, LST, ScrOG und eine sehr lange Vegi führten nie zu einem ernsthaften Pflanzenproblem.
Auch die Bodenzusätze schienen geholfen zu haben. Der Grower hatte bei vorherigen Runs mit früher Vergilbung zu kämpfen, doch diese Pflanze blieb bis weit in die Blüte hinein grün.
Rückblickend sagte gdogfunk, dass er vor allem häufiger gießen würde, da er vermutete, dass eine gleichmäßigere Bewässerung die trockenen, knusprigen Blätter gegen Ende reduziert hätte.
Sour Diesel: Endergebnis und Strain Review
Sour Diesel brachte am Ende 70,5 Gramm trockenes Weed von einer einzigen Pflanze.
Der Grower bewertete die Sorte mit 10/10 und berichtete von Beeren-, Zitrus- und erdigen Noten in den fertigen Buds. Die Wirkung wurde als schläfrig und „super stony“ beschrieben.
Ein langer Run, der am Ende aber eindeutig auf einer starken Note abschloss.
| Endergebnis | |
|---|---|
| Geerntete Pflanzen | 1 |
| Trockenertrag | 70,5 gr |
| Geschmack | Beeren, Zitrus, erdig |
| Wirkung | Schläfrig, super stony |
| Bewertung des Growers | 10/10 |
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