Das passiert jedem Grower irgendwann einmal. Du stellst deine Grow-Lampen auf die Blütephase um. Ein paar Wochen vergehen, und eine deiner Pflanzen sieht plötzlich aus wie ein absoluter Superstar. Sie riecht unglaublich. Sie wächst perfekt.
Du willst diese Genetik unbedingt für deinen nächsten Durchgang behalten.
Aber du denkst, es ist zu spät, um einen Klon zu nehmen, weil sich bereits Buds bilden.
Die meisten Grower seufzen einfach und lassen diese fantastische Pflanze ziehen. Aber es gibt einen geheimen Cannabis-Pflanzentraining-Cheatcode, mit dem du sie retten kannst. Er heißt Monster Cropping.
Monster Cropping bedeutet, einen Steckling von einer Weed-Pflanze zu nehmen, die bereits blüht. Du nimmst diesen Steckling und zwingst ihn zurück in die vegetative Phase.
Als ich das zum ersten Mal ausprobiert habe, dachte ich, ich hätte den Klon komplett ruiniert. Er sah wochenlang aus wie ein komischer, mutierter Alien. Ich wollte ihn fast in den Müll werfen. Aber ich habe ihn in Ruhe gelassen, und plötzlich hat er sich wieder gefangen.
Er ist zu einem riesigen, buschigen Monster mit Dutzenden von Zweigen explodiert. Ich musste nicht einmal zur Schere greifen, um ihn zu toppen.
Bereit, deine besten Pflanzen zu retten und echte Büsche zu züchten? Schauen wir uns genau an, wie diese verrückte Technik funktioniert.
Wichtigste Erkenntnisse
- Was es ist: Monster Cropping bedeutet, einen Klon von einer Weed-Pflanze zu nehmen, die sich bereits in der Blütephase befindet, und sie zurück in die vegetative Phase zu zwingen.
- Der Hauptvorteil: Der Klon wächst mit einer verrückten Menge an Seitentrieben nach. Er wird zu einem riesigen, buschigen Monster, ohne dass irgendein Topping nötig ist.
- Der perfekte Zeitpunkt: Der beste Zeitpunkt, um deinen Klon zu nehmen, ist in Woche zwei oder Woche drei der Blütephase.
- Nur Photoperioden: Du kannst absolut kein Monster Cropping mit einer Autoflower machen. Das funktioniert nur mit photoperiodischen Samen.
Was genau ist Monster Cropping?
Monster Cropping klingt wie ein verrücktes Wissenschaftsexperiment. Aber eigentlich ist es ein sehr einfacher Trick. Du nimmst einfach einen kleinen Zweig von einer Weed-Pflanze, die schon Buds bildet.
Dann stellst du diesen Steckling unter einen vegetativen Lichtzyklus, zum Beispiel 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit.
Wenn du das machst, verwirrst du die Pflanze komplett. Sie denkt, die Jahreszeiten hätten sich rückwärts verändert. Also hört sie auf, Energie in diese kleinen Blüten zu stecken.
Stattdessen schaltet sie um und beginnt wieder, Blätter und Stängel zu bilden. Grower nennen diesen Prozess Re-Vegging.
Weil die Pflanze durch die Lichtumstellung so verwirrt ist, gerät sie ein bisschen in Panik. Sie beginnt, gleichzeitig eine lächerliche Anzahl neuer Nodien und Seitentriebe auszutreiben.
Du musst dich nicht einmal mit der Schere über Super Cropping vs. Topping den Kopf zerbrechen. Sie wächst von selbst zu einem massiven, breiten Busch heran.
Dieser Trick löst auch ein großes Problem für Indoor-Grower. Du musst nicht das ganze Jahr über eine separate Mutterpflanze am Leben halten, nur um Klone zu schneiden. Eine Mutterpflanze nimmt viel Platz weg und verschwendet eine Menge Strom.
Mit Monster Cropping nimmst du einfach Stecklinge aus deinem Blüte-Zelt genau dann, wenn du sie brauchst.
Warum solltest du Monster Cropping mit deinen Weed-Pflanzen machen?
Einen Klon von einer blühenden Pflanze zu nehmen klingt nach viel unnötigem Stress. Warum solltest du dir den Aufwand antun? Weil der Gewinn absolut riesig ist. Hier ist genau, warum du es ausprobieren solltest.
Explosives Verzweigen
Normalerweise musst du eine Weed-Pflanze immer wieder mit der Schere toppen, wenn du sie buschig haben willst. Nicht bei einem Monster-Klon.
Anders als die perfekte, kalkulierte Symmetrie von Cannabis-Mainlining geht dieser Steckling, sobald er aus seinem verwirrten Zustand herauskommt, in den totalen, wilden Overdrive.
Er bildet von ganz allein Dutzende neuer Seitentriebe. Er wird zu einem absoluten Busch, ohne dass du einen einzigen Schnitt machen musst.
Massive Erträge

Mehr Zweige bedeuten mehr Bud-Ansatzstellen. Wenn du eine monster-geschnittene Pflanze später wieder in die Blütephase schickst, wird jeder einzelne dieser verrückten Seitentriebe zu einer schweren Cola.
Wenn du ein Netz wie in einem ScrOG vs. SOG-Setup verwendest und es schnell füllen willst, um eine massive Ernte einzufahren, ist das absolut der beste Weg dafür.
Ein großartiges Phänotyp retten
Das ist der wichtigste Grund, warum ich diesen Trick nutze. Manchmal ziehst du eine Pflanze aus einem Samen und sie haut dich einfach um. Sie wächst perfekt, ist resistent gegen Schädlinge und riecht nach absolutem Fuel. Aber du hast sie schon in die Blüte geschickt, also denkst du, es sei zu spät, sie zu retten.
Monster Cropping wirkt wie eine Speicher-Taste für deine Lieblingsgenetik. Du kannst genau diese gleiche Pflanze für deinen nächsten Durchgang behalten.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um einen Monster-Klon zu nehmen?
Timing ist alles. Du kannst nicht einfach jederzeit einen Zweig abschneiden, wenn dir danach ist. Der absolute Sweet Spot fürs Monster Cropping ist in Woche zwei oder Woche drei der Blütephase.
Zu diesem Zeitpunkt zeigt deine Pflanze gerade erst kleine weiße Härchen. Sie ist definitiv im Blütemodus, hat aber noch genug vegetative Energie im System, um sich zu erholen und neue Wurzeln zu bilden.
Warte nicht zu lange. Wenn du versuchst, in Woche sechs oder Woche sieben einen Klon zu nehmen, bittest du um Probleme. Dann steckt die Pflanze 100 Prozent ihrer Energie in die Bildung dicker, klebriger Buds.
Wenn du so spät einen Zweig schneidest, hat er nicht die Energie, neue Wurzeln zu bilden. Er wird einfach in deinem Kloner sitzen, gelb werden und sterben. Du musst früh genug dran sein.
Wie man Monster Cropping macht (Schritt für Schritt)
Kommen wir zum spaßigen Teil. Einen Monster-Klon zu nehmen ist im Grunde dasselbe wie einen normalen Klon zu schneiden – mit ein paar kleinen Anpassungen. Hier ist genau, wie du es machst, ohne es zu vermasseln.
Schritt 1: Den perfekten Zweig auswählen
Schneide nicht deine schönen Top-Colas ab. Geh nach unten an die Pflanze (tatsächlich ist das Klonen eine großartige Möglichkeit, diese unteren Zweige zu nutzen, wenn du ohnehin Cannabis lollipoppst). Du willst einen kleinen, unteren Zweig finden, der noch grün und flexibel ist.
Wenn der Stängel dick und holzig ist, wird er sich schwer tun, Wurzeln zu bilden. Bleib bei den weichen, grünen Zweigen.
Schritt 2: Schneiden und vorbereiten

Schnapp dir deine sterile Gartenschere. Schneide den Zweig in einem 45-Grad-Winkel ab. Ein Schnitt im Winkel gibt dem Stängel mehr Oberfläche, um Wasser und Klon-Gel aufzunehmen. Tauche das Schnittende direkt in dein bevorzugtes Bewurzelungshormon.

Dann steck ihn in einen Root-Cube oder in deinen aeroponischen Kloner.
Schritt 3: Die Beleuchtung zurück umstellen
Das ist der wichtigste Schritt des ganzen Prozesses. Du musst diesen Klon sofort aus deinem Blüteraum herausnehmen. Stell ihn in ein Veg-Zelt unter einen 18/6- oder sogar einen 24/0-Lichtzyklus.
Dieser lange Lichtzyklus ist genau das, was die Pflanze dazu zwingt, mit dem Blühen aufzuhören und mit dem Re-Vegging zu beginnen.
Schritt 4: Geduldig warten
Normale Klone können in einer Woche Wurzeln zeigen. Monster-Klone lassen sich Zeit. Sie sind verwirrt und gestresst. Es kann zwei oder sogar drei Wochen dauern, bis du überhaupt Wurzeln herauskommen siehst.
Halte die Luftfeuchtigkeit hoch, lass deine Feuchtigkeitskuppel drauf und lass den Klon einfach in Ruhe.
Die hässliche Entlein-Phase (was dich erwartet)
Ich muss dich vor dem warnen, was als Nächstes passiert. Wenn dein Monster-Klon endlich Wurzeln bildet und neue Blätter schiebt, wird er furchtbar aussehen. Er durchläuft eine echte hässliche-Entlein-Phase.
Normalerweise haben Weed-Blätter fünf oder sieben gezackte Finger. Aber dein Monster-Klon ist komplett verwirrt. Wenn er wieder anfängt zu wachsen, schießen seltsame Blätter direkt aus der Mitte der kleinen Buds heraus.
Diese neuen Blätter werden völlig glatt sein. Sie haben nur einen einzigen runden Finger. Sie sehen eher aus wie Basilikumblätter als wie Weed-Blätter.

Mein Gott, das sieht aus wie eine mutierte Alienpflanze. Beim ersten Mal wirst du wahrscheinlich denken, du hättest den Klon ruiniert. Du wirst stark versucht sein, ihn direkt in den Müll zu werfen.
Keine Panik. Stell den Mülleimer weg.
Dieses merkwürdige, hässliche Wachstum ist genau das Zeichen dafür, dass Monster Cropping perfekt funktioniert. Die Pflanze arbeitet sich просто durch ihre Verwirrung. Gib ihr noch ein paar Wochen.
Irgendwann fängt sie sich wieder. Sie beginnt wieder, normale, gezackte Blätter zu bilden. Und sobald das passiert, explodiert sie mit Dutzenden neuer Zweige.
Kann man Monster Cropping mit Autoflowers machen?
Diese Frage höre ich ständig. Kann man eine autoflowering Sorte monster croppen? Ich erspare dir viel Zeit und Herzschmerz: Die Antwort ist ein klares Nein.
Autoflowers sind anders aufgebaut. Sie haben einen strengen genetischen Timer. Sobald sie anfangen zu blühen, hören sie nicht mehr auf. Du kannst sie nicht austricksen, indem du den Lichtzyklus wieder auf 18 Stunden stellst. Es ist ihnen einfach egal, was das Licht macht.
Wenn du einen blühenden Zweig von einer Autoflower abschneidest und in einen Kloner steckst, wird er nicht zurück in die vegetative Phase gehen. Er wird einfach dort sitzen, einen winzigen Bud bilden und sterben.
Du verschwendest deine Zeit und ruinierst einen Zweig an deiner Hauptpflanze – für absolut nichts.
Wenn du Monster Cropping ausprobieren willst, musst du unbedingt stabile photoperiodische Samen verwenden.
Fazit
So, das war sie – die wilde Welt des Monster Cropping.
Ich weiß, es braucht eine Menge Geduld. Wochenlang herumzusitzen und eine mutierte Pflanze anzustarren, kann die Nerven wirklich strapazieren. Aber sobald diese hässliche-Entlein-Phase vorbei ist, ist der Payoff absolut riesig.
Du kannst deine absolute Lieblingsgenetik retten. Du kannst ein verrückt buschiges Monster ziehen, ohne einen einzigen Schnitt zu machen. Und am Ende bekommst du einen massiven Ertrag. Das ist wirklich der ultimative Cheatcode für Indoor-Grower.
Denk einfach daran, die Autoflowers in Ruhe zu lassen und bei den Photoperioden zu bleiben.
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