Ein Cannabis-Bonsai Grow, wie man es macht

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Bonsai-Cannabis-Pflanzen sind weder Mythos noch Legende. Es ist eine lustige Art und Weise, eine sehr gut aussehende Pflanze in einem Topf zu ziehen. Bonsai bedeutet auf Japanisch einfach “in ein Gefäß gepflanzt” und bezieht sich auf jede baumähnliche Szene, die in einem kleinen Topf gehalten werden kann. Der Bonsai hat seinen Ursprung im alten China und wurde nach Japan gebracht, wo er sich zu einer Kunstform und einem Hobby für die Elite entwickelte. Heute kannst du sogar lebende Bonsai-Bäume finden, die bis ins 17.

Wie die alten japanischen Bonsai-Bäume, die wir alle lieben, kann Cannabis in Miniaturform gezüchtet werden. Durch Beschneiden, Trimmen und andere Techniken kannst du eine der schönsten Cannabispflanzen ganz alleine anbauen. Hier schauen wir uns an, wie du mit diesem Cannabis Bonsai-Trend beginnen kannst.

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Cannabis-Bonsai? Was ist das?

Bonsai-Cannabis, oder Cannabonsai, ist ein beliebter Trend unter Cannabis-Liebhabern und ästhetischen Gärtnern. Es ist die Kunst, eine einfache Cannabis Sorte in einen Topf zu pflanzen, sie wachsen zu lassen und sie in ansprechende Formen zu schneiden.

Das Ziel des Bonsai in Japan (oder Penjing in China) ist es, einen schön aussehenden Baum in einem kleinen Behälter oder Topf zur vollen Blüte zu bringen.

Ein Cannabis-Bonsai kann seine Stärken vor allem bei der Erhaltung der genetischen Vielfalt in einem Cannabis-Garten ausspielen. Du kannst die kleine Topfgröße nutzen, um durch Mutterpflanzen Vielfalt zu erzeugen, ohne Samen aussäen zu müssen. Es lässt sich jedoch nicht leugnen, dass Bonsai eine ästhetische Kunst ist. Hier kommt der Trend ins Spiel.

Die Idee hinter der Bonsai Zucht

Beim Cannabonsai geht es nicht nur darum, Klonstecklinge für die Kultivierung zu erzeugen, sondern auch darum, deine Pflanze so zu trainieren, dass sie auf spektakuläre Weise wächst. Das bedeutet, dass du es mit Miniatur-Weihnachtsbaumformen einfach halten kannst, aber der spaßigere Weg besteht darin, mit Sprossen experimenteller zu werden.

Cannabis Bonsai Grow, ein neuer Trend?

Der erste Bonsai Baum ist schwer zu bestimmen. Die Menschen halten schon seit Jahrzehnten Mutterpflanzen. Erfahrene Cannabis Anbauer neigen dazu, starke Pflanzen in einem vegetativen Zustand zu halten, um Klonstecklinge für zukünftige Ernten zu produzieren. Allerdings sind diese eher groß als klein. Das Schneiden für ästhetische und kompakte Zwecke gibt es jedoch schon seit mehreren Jahrzehnten, seit Bilder in Internetforen kursieren.

Zuerst dachten die Leute, es sei ein Scherz. Tatsächlich kursierten viele mit Photoshop bearbeitete Bilder, die Cannabis in unmöglichen Formen und Größen zeigten. Aber einige waren echt. Der Trend hat sich seitdem durchgesetzt und wurde im Laufe der Jahre unter Enthusiasten perfektioniert.

Da Bonsai einfach bedeutet, eine Pflanze in einem kleinen Gefäß zu züchten, passt eine einfache Cannabispflanze in einem Topf sicher gut dazu. Egal für welchen Stil du dich entscheidest und für welchen Zweck, der Cannabonsai ist in der Online-Community zu einem festen Gesprächsthema geworden und hat Instagram mit Tags wie #budzai, #cannabonsai und #bonshigh überschwemmt.

Mit etwas Training und geduldigem Beschneiden kannst du die gleichen kultigen, verdrehten Äste und die miniaturisierte Ästhetik der japanischen Bonsai-Bäume erreichen. Befolge diese hilfreichen Tipps, um mit dieser subtilen Kunst zu beginnen.

Cannabis Bonsai Guide: Wie macht man eine Cannabis Bonsai Grow?

  1. Sammle Materialien
  2. Topf vorbereiten
  3. Sichern Sie den Stamm
  4. Zug
  5. Beschneiden
  6. Ernte, Trocknung und Reifung (Aushärtung)

1. Sammle Materialien

Um dein Bonsai Cannabis-Gras anzubauen, brauchst du zunächst eine junge Cannabis-Pflanze oder einen Setzling, der bereit zum Eintopfen ist. Du brauchst auch einige Materialien, um deinen neuen Topf vorzubereiten und die Pflanze zu pflegen. Dazu gehören ein elektrischer Bohrer (siehe Phase 2), Draht oder Schnur zur Führung und ein Wachstumsstab zur Stärkung des Hauptstammes. Außerdem brauchst du ausreichend Nährstoffe in der Erde und Anbaugeräte, wie für jede andere Cannabispflanze im Topf.

Da das Ziel eher eine ästhetische Pflanze als eine Ernte ist, brauchst du außerdem viel Geduld und ein gutes Auge für Details. Wenn du das alles vorbereitet hast, ist es Zeit, sich an die Arbeit zu machen.

2. Bereite den Topf vor

Als Erstes musst du deinen Topf für die Bepflanzung vorbereiten. Ein kleiner Topf ist entscheidend für die Einhaltung der Bonsai-Tradition. Die Form und Größe ist jedoch ganz dir überlassen. Du kannst zwischen runden, rechteckigen, tiefen oder flachen Töpfen wählen.

In der Tradition des Bonsai sollte deine Pflanze nicht durch ihre Umgebung oder ihren Topf in ihrem Wachstum behindert werden. Viele Anbauer haben sich dafür entschieden, Löcher in ihre Töpfe zu bohren, bevor sie ihre Stecklinge oder Jungpflanzen einpflanzen. Dies bietet einen robusten, dauerhaften Platz für Schnüre und Drähte, um deine kompakte Cannabispflanze zu trainieren, wenn sie zu wachsen und Form anzunehmen beginnt. Ohne diese wächst deine Pflanze auf ihre natürliche, buschige Art und Weise und lässt sich nur schwer “bonsaiisieren”.

Tipp: Achte nur darauf, dass du keinen Ziertopf verwendest, der durch Bohrlöcher ruiniert wird.

3. Sichern Sie den Stamm

Sobald du deine ausgewählte Mutterpflanze in einen Topf gesetzt hast, steckst du einen Holzpflock oder einen Anbaustock senkrecht mit dem Stamm in die Erde. Das ist der beste Weg, um deine Pflanze während des Wachstums so zu positionieren, dass sie fest aufrecht und sicher steht. Du musst jedoch besonders vorsichtig sein, wenn du ihn in den Boden steckst, damit die Wurzeln deiner Pflanze nicht gestört oder beschädigt werden.

Steche den Pflanzstab langsam und vorsichtig in die Erde. An diesem Pfahl kannst du dann Schnüre, Bänder oder Draht befestigen, um die Form deiner Pflanze zu fördern. Ein Pfahl ist eine der sichersten Methoden, um den Stamm zu stärken, aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Manche Züchter verwenden zum Beispiel Plastikhaken.

4. Zug

Hier beginnt der Spaß. Um ein einzigartiges baumartiges Wachstum zu fördern, musst du deine Pflanze darauf trainieren, in bestimmten Positionen zu wachsen. Einfach ausgedrückt: Du trainierst die Stämme und Äste, indem du sie zusammenbindest und das Wachstum in bestimmte Richtungen förderst.

Willst du, dass deine Äste eine horizontale Form annehmen wie ein klassischer Bonsai-Baum? Binde sie mit mehr Kraft mit deinem Draht durch die Löcher deines Topfes. Sei aber nicht zu streng, denn für ein natürliches Wachstum ist etwas Platz nötig. Wenn du die Zweige zu eng mit Draht umschließt, kann dein Zweig nicht richtig wachsen.

Das ist eine Stressarme Methode, weil du deinen Bonsai nicht wirklich schneiden musst. Das kommt als Nächstes.

Tipp: Das Training kann in jedem Stadium eingesetzt werden, aber es ist vorzuziehen, wenn deine Pflanze vegetativ ist (in der Wachstumsphase).

5. Beschneiden

Das Beschneiden ist ein wesentlicher Bestandteil des Cannabis Anbaus, aber bei Cannabonsai ist es besonders wichtig. Wenn deine Bonsai-Cannabispflanze wächst, nimmt sie die klassischen genetischen Formen an – entweder buschig wie eine Indica oder hoch wie eine Sativa.

Die Ausläufer können beschnitten werden, um eine ansprechende Ästhetik zu erhalten und die Baumkronen in Schach zu halten. Achte nur darauf, dass du keinen der Hauptzweige beschädigst, denn das kann die Pflanze selbst ernsthaft schädigen und den Wachstumszyklus erheblich verlangsamen.

Ein weiteres wichtiges Element beim Beschneiden ist, dass Luft und Licht an die Stämme gelangen können – das verhindert Schimmel, Schädlinge und Mehltau. Bonsai-Pflanzen zielen darauf ab, die natürliche Formation von Bäumen, wie sie im wirklichen Leben vorkommen, in Miniaturform zu imitieren, daher gibt es viele Ideen, aus denen du wählen kannst.

6. Ernte, Trocknung und Reifung (Pökeln)

Wenn deine Cannabispflanze den Höhepunkt ihrer Blüte erreicht hat, ist es Zeit zu ernten. Du erkennst das Erntestadium an dem schärferen Aroma und den köstlichen, frostigen weißen Knospen, die sich während der Blütezeit entwickeln. Folge diesen Link, um mehr darüber zu erfahren, wann und wie du dein Cannabis ernten kannst.

Sobald du deine kostbaren harzigen Knospen von deiner Bonsai Pflanze gepflückt hast, musst du sie trocknen und aushärten lassen. Diese Phase ist eine der wichtigsten, um deinem Cannabis einen reifen und entwickelten Geschmack zu verleihen und es für die spätere Verwendung zu bewahren. Ein luftdichtes Glasgefäß und ein trockener, dunkler Lagerplatz ist alles, was du dafür brauchst.

Lies mehr: Wie man Cannabis trocknet und heilt

Nachdem du geerntet hast, gibt es eine Debatte darüber, wie langes du eine Cannabis-Bonsai Pflanze lagern solltest. Manche Pflanzen kehren immer wieder in das vegetative Stadium zurück und halten so ihre Mutterpflanze jahrelang am Leben und produktiv. Du kannst den Anbau auch wiederholen, zum Beispiel mit einer anderen Sorte.

Wichtige Tipps für die Aufzucht eines Cannabis Bonsai grow

Wähle die richtige Genetik

Cannabis-Sorten sind vielseitig. Einige Sorten wachsen extrem hoch, während andere stämmig und buschig sind.

Um die bestmögliche Bonsai ähnliche Cannabispflanze anzubauen, sind kurze, kompakte Sorten mit kleinen Blättern und dicken, stabilen Stämmen am besten geeignet. Sorten wie White Widow und Gelato sind perfekt.

Wenn du dich jedoch für eine superhohe Sativa-dominante Sorte wie Sour Diesel entscheidest, wirst du bald feststellen, dass deine Pflanze aus allen Nähten platzt und damit kämpft, unter diesen Miniaturbedingungen gesund zu bleiben. Wenn du dich für eine starke Sativa entscheidest, dann suche nach einer Sorte, die kürzer ist. Zum Beispiel “Purple Haze“.

Auch andere Aspekte der Genetik sind entscheidend. Kaufe immer frisches Saatgut wie das von Weedseedsexpress, denn stabile, solide Gene sind nötig, um eine Mutterpflanze am Leben zu erhalten.

Sieh dir außerdem die Eigenschaften der Sorte an, um eine zu finden, die gut mit Stress umgehen kann. Pflanzen, die zum Beispiel gut auf ScrOG-Trainingsmethoden ansprechen, eignen sich besser für eine Bonsai-Kräuterzucht.

Langsam wachsen

Willst du die bestmöglichen Formen und Stile schaffen? Dann geh es langsam an. Durch Erziehen, Beschneiden und Stutzen kannst du die gewünschte Ästhetik erreichen. Dies ist eine langsame und therapeutische Mission – keine schnelle Wachstumslösung. Vieles deutet darauf hin, dass ein langsames und gleichmäßiges Wachstum qualitativ hochwertige Knospen hervorbringt, sodass dein Endergebnis mindestens genauso köstlich sein wird.

Bei Cannabis-Bonsai Pflanzen sollte das Training intuitiv sein. Lass deine Pflanze ein wenig wachsen, bevor du dich für die gewünschten Formen entscheidest. Wenn du von Anfang an anfängst, deine Pflanze in einzigartige Formen zu drehen, kannst du sie überlasten und/oder ernsthafte Schäden verursachen.

Es wird empfohlen, dass du mit deinen Fingern oder einer Pinzette beginnst, bevor du dich ganz für Form-verändernde Techniken entscheidest. Fühle, ob die Zweige fest sind, bevor du mit dem Training beginnst, und vergewissere dich, dass deine Pflanze mindestens zwei Sätze Blätter gebildet hat, bevor du beginnst. Die eigentliche Arbeit kommt später, wenn deine Pflanze eine gesunde Struktur aufgebaut hat.

Tipp: Ein praktischer Trick ist es, von der Blütephase in die vegetative Phase zurückzuschalten – das verlangsamt das Wachstum und stärkt die Stängel/Zweige.

Sei geduldig

Genau wie ein echter Bonsai braucht auch ein Cannabonsai Zeit und Geduld, um zu wachsen. Hier geht es nicht darum, das Endprodukt zu rauchen oder Mega-Ernten anzubauen. Es geht um die Kunst, deine Pflanze zu stylen und zu formen.

Überstürze nichts – lass die Wachstumsphase ihre Arbeit tun und kümmere dich jeden Tag um deine Pflanze. So bekommst du nicht nur eine schön aussehende Pflanze, sondern kannst auch die Seele besänftigen und den Kopf freibekommen. Schließlich hat Bonsai eine enge, uralte Verbindung zum Zen-Buddhismus, der heilend und beruhigend wirkt.

Der Schlüssel zu einer langfristig erfolgreichen Cannabonsai-Pflanze ist, dass du deiner Pflanze erlaubst, in das vegetative Stadium zurückzukehren. Das bedeutet, dass sich die Blüte und deine Ernte verzögern. Das Beschneiden und Gestalten soll das Endziel sein. Auf diese Weise kannst du den Zen-Geist des Bonsai voll auskosten.

Baue dein eigenes Bonsai-Gras an!

Beginne noch heute mit starken und stabilen Cannabis Samen, um eine erfolgreiche Cannabonsai-Pflanze zu züchten. Mit den oben genannten Tipps wirst du keine Probleme haben, einen hübschen Cannabis-Bonsai zu züchten, den du jahrelang als Mutterpflanze behalten oder einfach nur wegen seiner Ästhetik schätzen kannst.