Wir haben schon ein paar Pfannen ruiniert, Temperaturen feinjustiert und mehr probiert, als wir zugeben wollen – also hier ist unser schnörkelloser Guide, wie man Cannabutter macht. Wir halten es einfach, potent und zuverlässig wiederholbar.
Egal, ob du mit Trim oder erstklassigen Blüten kochst: Diese Anleitung trifft die Wissenschaft (Decarb), die Kunst (Infusion) und die Sicherheit (Dosierung).
Und ja, du bekommst Optionen: Herd, Slow Cooker und Instant Pot. Bereit, deine Ernte in cremiges, grünes Gold zu verwandeln? Dann lass uns kochen.
Wichtige Erkenntnisse
- Decarb ist nicht verhandelbar: Backe Cannabis bei 240–245°F (116–118°C), bevor du es infundierst – sonst wirkt deine Butter nicht.
- Das goldene Verhältnis: Verwende 7–10 Gramm Cannabis pro 1 Tasse Butter.
- Wasser hinzufügen: Gib bei der Infusion am Herd immer Wasser dazu, damit die Butter nicht anbrennt.
- Niemals kochen: Sanft köcheln lassen bei 160–200°F (71–93°C). Kochen zerstört THC.
- Langsam anfangen, langsam steigern: Edibles wirken stärker und länger. Teste 1/4 Teelöffel, bevor du eine ganze Brownie-Ladung servierst.
Was ist Cannabutter und wie funktioniert sie?
Die Magie der Infusion: Butter zum Träger machen
Cannabutter ist normale Butter, die mit Cannabinoiden (wie THC und CBD) und Terpenen versetzt wurde. Da Cannabinoide stark fettlöslich sind, wirkt warme Butter wie ein Schwamm.
Beim gemeinsamen Erhitzen ziehen die Fettmoleküle die aktiven Verbindungen aus dem Pflanzenmaterial, wodurch ein potenter, streichfähiger Träger für deine Edibles entsteht.
Warum selbstgemacht besser ist: Kontrolle über Stärke und Zutaten
DIY bedeutet absolute Kontrolle. Du wählst die Sorte, du bestimmst die Potenz, und du entscheidest über die Zutaten. Du kannst kommerzielle Zusatzstoffe weglassen und die Stärke exakt auf deine Toleranz abstimmen.
Außerdem ist es deutlich günstiger und schmeckt frischer als alles, was du fertig verpackt findest.
Der mit Abstand wichtigste Schritt: Decarboxylierung
Was ist Decarboxylierung? (Von THCA zu THC)
Rohes Cannabis enthält kein THC; es enthält THCA, das vollständig nicht psychoaktiv ist. Du könntest eine Handvoll rohe Blüten essen und nichts spüren.
Wenn man die Pflanze sanfter Hitze aussetzt (typischerweise 240–245°F / 116–118°C), wird eine Carboxylgruppe entfernt und das ruhende THCA in aktives THC umgewandelt.
Dieser Prozess heißt Decarboxylierung (oder „decarben“) und schaltet die Potenz frei, damit deine Cannabutter tatsächlich wirkt.
Warum du diesen Schritt nicht überspringen kannst
Wenn du das Decarb überspringst, bekommst du schwache Butter, verschwendete Buds und traurige Brownies. Immer zuerst decarben.
Selbst wenn du Autoflowers oder extrem harzige Photoperioden verwendest, bleiben wir bei einem langsamen Backen bei niedriger Temperatur, um die empfindlichen Terpene und Cannabinoide davor zu schützen, zu verdampfen.
Zutaten & Equipment zusammenstellen
Wenn die richtigen Tools bereitstehen, vermeidest du Panik mitten im Rezept. Hier ist genau, was du brauchst.
Zutaten, die du brauchst
- Cannabis:7–10 Gramm Blüten (oder 14–20 Gramm Trim). Die Potenz skaliert mit der Blütenstärke – also wähle mit Bedacht.
- Butter:1 Tasse (2 Sticks).
- Wasser:1 Tasse (wenn du die Herdmethode nutzt).
Dein Cannabis auswählen (Blüten, Trim oder Shake?)
Alles funktioniert perfekt. Blüten ergeben die stärkste, aromatischste Butter. Trim und Shake sind extrem budgetfreundlich und ideal für große Chargen, ohne dass du deinen Premium-Vorrat anbrechen musst.
Was auch immer du verwendest: Achte darauf, dass es trocken und ausgehärtet ist – für einen sauberen Geschmack.
Welche Butter ist am besten für Weed-Edibles?
Wir bevorzugen ungesalzene Butter, damit du den Salzgehalt in deinen finalen Backrezepten kontrollieren kannst. Alternativ sind geklärte Butter oder Ghee die absolut beste Wahl.
Bei Ghee sind die Milcheiweiße entfernt, wodurch es Hitze besser verträgt, einen höheren Fettanteil hat (um mehr THC aufzunehmen) und einen geschmeidigeren, weniger „grasigen“ Geschmack liefert.
Unverzichtbares Equipment
- Backblech & Backpapier (zum Decarben)
- Ofenthermometer (Öfen lügen; dieses 5-€-Tool rettet dein THC)
- Mittlerer Kochtopf oder Slow Cooker
- Feinmaschiges Sieb UND lebensmittelechtes Käsetuch
- Hitzebeständiges Glas oder Schüssel (zur Aufbewahrung)
- Digitales Fleisch-/Zuckerthermometer (zum Prüfen der Buttertemperatur)
Grinder vs. von Hand zerkleinern
Nur grob mahlen. Wenn du es zu feinem Pulver mahlst, rutscht es direkt durch dein Käsetuch, was zu einer bitteren, schlammigen Butter führt. Von Hand zerbröseln oder zwei kurze Impulse im Grinder sind perfekt.
Keine Staubwolken aus der Kaffeemühle, bitte.

Wie man Cannabutter macht: Die klassische Herdmethode (Schritt für Schritt)
Schritt 1: Dein Cannabis decarboxylieren
Decarb legt die Basis für Potenz. Arbeite sauber, halte die Temperaturen stabil und rühre vorsichtig um, damit alles gleichmäßig aktiviert wird.
Ofen vorheizen: Stelle ihn auf 240–245°F (116–118°C). Lege ein Ofenthermometer hinein, um die tatsächliche Temperatur zu bestätigen.
Cannabis vorbereiten: Zerkleinere die Buds. Verteile sie gleichmäßig in einer Lage auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech. Tipp: Locker mit Alufolie abdecken, um Terpene einzuschließen und den Geruch etwas zu reduzieren.
Low and Slow backen: Backe 30–40 Minuten und rühre die Buds alle 10 Minuten vorsichtig um, damit sie gleichmäßig „toastet“ werden.
Das visuelle Signal: Fertig ist es, wenn das Cannabis von einem leuchtenden, kräftigen Grün zu einer gerösteten, hell goldbraunen Farbe wechselt. Deine Küche wird deutlich nach geröstetem Cannabis riechen.

Schritt 2: Die Butter infundieren
Jetzt verheiraten wir Fett und Cannabinoide. Niedrige Hitze, Geduld und ein wenig Wasser halten alles schön geschmeidig.
Butter schmelzen und Wasser hinzufügen: Gib in einem Topf bei niedriger Hitze 1 Tasse Butter und 1 Tasse Wasser hinein. Schmelze beides zusammen. Warum Wasser? Wasser reguliert die Temperatur und schützt die Butter vor dem Anbrennen.
Später trennt es sich wieder, also keine Sorge wegen verwässerter Butter.
Decarbtes Cannabis hinzufügen: Rühre das geröstete Pflanzenmaterial ein. Halte alles untergetaucht.
Köcheln, nicht kochen: Oft fragen Leute, wie lange sollte man Cannabutter kochen? Die Antwort ist: nie. Halte 160–200°F (71–93°C) für 2 bis 3 Stunden.
Du willst ein sehr sanftes Köcheln—nur gelegentlich ein paar winzige Bläschen, die an die Oberfläche steigen. Wenn es stark sprudelt oder spuckt, ist deine Hitze zu hoch.

Schritt 3: Die Mischung abseihen
Das Abseihen bestimmt Klarheit und Geschmack. Geh langsam vor, damit die Potenz in der Butter bleibt – nicht im Tuch.
Die Doppel-Filter-Methode: Stelle dein feinmaschiges Sieb auf eine hitzebeständige Glasschüssel oder ein Glas. Lege das Sieb mit einer doppelten Lage Käsetuch aus.

Langsam gießen: Gieße die heiße Mischung in das Käsetuch. Lass die Schwerkraft die Hauptarbeit machen.
Ausdrücken oder nicht? Du kannst das Käsetuch mit einer Zange sehr vorsichtig leicht ausdrücken, aber wringe es nicht kräftig aus. Starkes Auswringen presst bitteres Chlorophyll und Pflanzstaub in dein Endprodukt und ruiniert den Geschmack.
Schritt 4: Abkühlen, trennen und lagern
Ansetzen und kühlen. Durch die Trennung erhältst du saubere Cannabutter mit minimalem Pflanzengeschmack.
Kühlen: Stelle das Glas für 4 bis 8 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank.
Trennen: Beim Abkühlen wird die infundierte Butter oben zu einem festen grünen „Puck“, und das überschüssige Wasser bleibt unten. Fahre mit einem Messer am Rand entlang, heb den Butterpuck heraus und schütte das trübe Wasser in den Abfluss.

Sauber machen: Schabe alle matschigen, wassergetränkten Reste von der Unterseite des Butterpucks ab, für einen saubereren Geschmack. In einem luftdichten Behälter aufbewahren.
Alternative Infusionsmethoden (für jede Küche)
Du willst nicht am Herd stehen? Probiere diese hands-off Methoden. (Hinweis: Du musst trotzdem Schritt 1: Decarb durchführen, bevor du diese Methoden nutzt).
Die „Einsetzen und vergessen“-Slow-Cooker-(Crock-Pot)-Methode
Super für große Chargen. Die niedrige Hitze ist extrem verzeihend, und dein Rührarm bekommt eine Pause.
So geht’s: Gib Butter, einen Schuss Wasser und dein decarbtes Cannabis in den Slow Cooker.
Einstellungen: Auf Low stellen (liegt meist bei etwa 170–190°F / 76-87°C). Abdecken und 3 bis 4 Stunden ziehen lassen, gelegentlich umrühren. Danach wie gewohnt abseihen und abkühlen.
Die schnelle & effiziente Instant-Pot-Methode
Ideal für eine sauberere Küche und weniger Geruch. Wir infundieren „im Glas“, damit kein Wasser in die Butter kommt und die Gerüche eingeschlossen bleiben.
So geht’s: Vermische Butter und decarbtes Cannabis in einem hitzebeständigen Mason Jar. Schraube den Deckel handfest zu (nicht zu fest anknallen, sonst könnte das Glas springen).
Einstellungen: Setze den Einsatzrost in den Instant Pot und gib 2 Tassen Wasser in den Haupttopf. Stelle das Glas auf den Rost.

Deckel schließen, Ventil auf „Sealing“ stellen und bei Manual / High Pressure30 bis 40 Minuten garen.
Entlüften: Den Druck 20 Minuten lang natürlich abfallen lassen. Das heiße Glas vorsichtig herausnehmen, abseihen und kühlen.
Deine Cannabutter dosieren: Ein Guide zu Potenz & Sicherheit
🚨 WARNUNG: Edibles wirken bei jedem anders 🚨
Edibles werden über die Leber verarbeitet, wobei Delta-9-THC in 11-Hydroxy-THC umgewandelt wird, das deutlich potenter ist. Der Wirkungseintritt kann 30 bis 120 Minuten dauern, der Peak liegt bei 2–4 Stunden, und die Wirkung kann 8+ Stunden anhalten.Set und Setting zählen. Niemals fahren. Wenn du es übertreibst: trink Wasser, such dir einen sicheren Ort zum Ausruhen, kaue ein paar schwarze Pfefferkörner (das kann gegen Angst helfen) und warte es einfach ab.
Wie du die Potenz deiner Cannabutter abschätzt
Wir machen einen schnellen Mathe-Check, um Überraschungen zu vermeiden. Es ist eine Schätzung (Labortests sind der Goldstandard), aber sie hält Chargen über verschiedene Backrunden hinweg konsistent.
Schritt 1: Gesamt-THC-Potenzial berechnen
(Formel: Gramm Cannabis x 1.000 = gesamte Milligramm. Mit THC-Prozentsatz multiplizieren).
- Beispiel: 7 Gramm Cannabis mit 20% THC.
- 7g x 1.000 = 7.000mg.
- 7.000mg x 0,20 = 1.400 mg THC Gesamtpotenzial.
Schritt 2: Infusionsverluste berücksichtigen
Home-Infusionen sind nie zu 100% effizient. Rechne mit etwa 70% Extraktionsrate.
1.400 mg x 0,70 = 980 mg THC in deiner Butter-Charge.
Schritt 3: Pro Esslöffel berechnen
1 Tasse Butter = 16 Esslöffel.
980 mg ÷ 16 EL = ~61 mg THC pro Esslöffel.
Schnelle Dosierungs-Referenztabelle
(Annahme: 70% Extraktionseffizienz in 1 Tasse Butter)
| Blütenmenge | Geschätzter THC-% | Gesamt geschätzt mg in der Charge | Geschätzt mg pro Esslöffel |
|---|---|---|---|
| 7 Gramm | 15% THC | ~735 mg | ~45 mg |
| 7 Gramm | 20% THC | ~980 mg | ~61 mg |
| 10 Gramm | 15% THC | ~1.050 mg | ~65 mg |
| 10 Gramm | 25% THC | ~1.750 mg | ~109 mg |
Die goldene Regel: Langsam anfangen und langsam steigern
Wenn du neu bei Edibles bist, ist eine übliche Einstiegsdosis 2,5 mg bis 5 mg THC. Iss dein Edible, warte mindestens 2 Stunden und bewerte dann. Toleranz steigt schnell, aber Geduld rettet Partys.
So testest du sicher: Streiche 1/4 Teelöffel deiner neuen Butter auf ein Stück Toast. Beobachte die Effekte über 2–3 Stunden. Passe deine zukünftigen Rezeptverhältnisse entsprechend an!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viel Cannabutter ergibt eine Unze Cannabis?
Wir kombinieren 1 oz (28 g) Blüten meist mit 3 bis 4 Tassen Butter, je nach gewünschter Potenz. Unser Daily-Driver-Rezept für sehr potente Butter ist 1 oz auf 3 Tassen geklärtes Ghee.
Wie lange hält Cannabutter im Kühlschrank? Und im Gefrierfach?
In einem luftdichten Mason Jar gelagert hält sie bis zu 3–4 Wochen im Kühlschrank. Im Gefrierfach hält sie 3–6 Monate. Halte sie immer von Licht und Luft fern.
Wichtig: Beschrifte sie deutlich mit Datum, Sorte und geschätzten mg pro Esslöffel, um ahnungslose Mitbewohner zu schützen.
Wie werde ich den starken Cannabisgeruch beim Kochen los?
Benutze einen Deckel auf dem Topf, lass Dunstabzug/HEPA-Filter auf hoher Stufe laufen und erwäge die Instant-Pot-Mason-Jar-Methode, die praktisch geruchlos ist. Auch das lockere Abdecken deines Decarb-Blechs mit Alufolie zähmt das Aroma, ohne die Terps wegzukochen.
Meine Cannabutter ist nicht stark genug. Was habe ich falsch gemacht?
Die häufigsten Ursachen sind:
- Du hast nicht lange genug oder nicht bei hoher genug Temperatur decarbiert.
- Du hast die Butter gekocht und dabei das THC zerstört.
- Du hast zu viel Butter für die Menge an Cannabis verwendet.
Kann ich das übrig gebliebene Pflanzenmaterial (den „Schlamm“) noch für etwas verwenden?
Ja, der „verbrauchte“ Brei enthält noch Spuren von Cannabinoiden. Du kannst ihn trocknen und in salzige Cracker mit niedriger Dosis backen oder ihn in Milch ziehen lassen für einen schwachen, erdigen Chai-Tee. Rechne mit sehr milden Effekten.
Das perfekte Cannabutter-Rezept
Rezepttitel: Die perfekte Cannabutter (Herdmethode)
Beschreibung: Ein narrensicheres Schritt-für-Schritt-Rezept für potente, sauber schmeckende cannabisinfundierte Butter.
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Kochzeit: 3 Stunden 40 Minuten (inklusive Decarb)
Abkühlzeit: 4 Stunden
Ertrag: 1 Tasse Cannabutter
Zutaten:
- 7 bis 10 Gramm Cannabisblüten (grob gemahlen)
- 1 Tasse ungesalzene Butter (oder Ghee)
- 1 Tasse Wasser
Anleitung:
Decarb: Ofen auf 240°F (116°C) vorheizen. Grob gemahlenes Cannabis gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. 30–40 Minuten backen, gelegentlich umrühren, bis es goldbraun ist.
Schmelzen: In einem mittleren Topf bei niedriger Hitze 1 Tasse Butter und 1 Tasse Wasser zusammengeben, bis alles geschmolzen ist.
Köcheln: Das decarbte Cannabis in die geschmolzene Buttermischung einrühren. 2 bis 3 Stunden bei 160–200°F (71–93°C) sanft köcheln lassen. Nicht kochen lassen.
Abseihen: Ein feinmaschiges Sieb mit Käsetuch auslegen und über eine Glasschüssel stellen. Die heiße Mischung langsam hindurchgießen. Das Pflanzenmaterial mit einer Zange leicht andrücken, aber nicht kräftig auswringen.
Abkühlen: Die Schüssel für 4-8 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis sich oben ein fester grüner Butterpuck auf dem Wasser bildet.
Lagern: Den festen Butterpuck entnehmen, das restliche Wasser entsorgen und die Cannabutter in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren.
Abschließende Gedanken
Mach es einfach, bleib bei niedriger Hitze und langer Dauer, und tracke deine Dosen. Wenn du gerade noch deine nächste Charge anbaust, wähle Sorten, die du gern isst—denk an gassige OGs für reichhaltige Brownies oder zitronige Sativas für Lemon Bars.
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